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Perlen: Individueller Schmuck
Natürlich gewachsene Perlen entstehen, wenn Fremdkörper in das Innere von Weichtieren, vor allem Perlmuscheln, eindringen. Zwischen 10 und 15 Jahren dauert es, bis durch die Absonderung von Calciumcarbonat aus dem Fremdkörper eine erbsengroße Perle entstanden ist.
Aus oft mehr als 20m Tiefe holen Perlentaucher so genannte Orientalische Perlen aus den Fundgebieten des Persischen Golfs, den Küstengebieten Sri Lankas und den Südsee-Insel sowie weiteren Gebieten. Süßwasserperlen dagegen sind im Mississippi und Hudson zu finden, vereinzelt sogar in den Flüssen Mitteleuropas.
Daneben sind auch Zuchtperlen - eine Entwicklung des 19. Jahrhunderts - handelsüblich, die durch das Einsetzen eines Perlmutterkerns in das Muschelfleisch den Anreiz zur Perlenbildung erhalten und heute nicht nur in weiß, sondern vielen weiteren Farbvariationen erhältlich sind. Während Meeres- und Süßwasserperlen nach ihrem Gewicht (Grains) klassifiziert werden, ist bei Zuchtperlen der Durchmesser in Verbindung mit Form, Farbe und Lüster (Haut) ausschlaggebend bei der Bewertung.
Bereits zur Zeit der alten Griechen und Römer gewannen zu Schmuck verarbeitete echte Perlen große Bedeutung und Beliebtheit. Damals kamen die Perlen aus den Randgebieten des Persischen Golfes, vor allem aber aus Indien. Durch die zwischen Ende des 11. und Ende des 13. Jahrhunderts stattfindenden Kreuzzüge gelangten sie auch nach Europa und zierten als Sinnbild der Liebe Gottes zunächst Kreuze, Reliquien und Insignien.
Seit dem 16. Jahrhundert mehr und mehr zu Körperschmuck verarbeitet, wurden echte Perlen während des 18. Jahrhunderts zu Ketten, Armbändern, Ohrringen, Ringen, Armbändern und Haarschmuck verarbeitete und waren unter Europas begüterten Damen sehr modern. Ob in Gold- oder Silber gefasst, einzeln oder als Collier, echt oder gezüchtet sind zu Schmuck verarbeitete Perlen ein zeitloser und individueller Schmuck.